Corporate Design: Wahrnehmungspsychologie II

Corporate Design: Wahrnehmungspsychologie II

Corporate Design: Wahrnehmungspsychologie II

So spannend das Thema auch ist, so viel Literatur gibt es darüber. Gerade in der Werbung beschäftigt man sich gut, gerne und viel mit Wahrnehmungspsychologie. Immerhin will man den Konsumenten vom Kauf des Produktes bzw. der Dienstleistung überzeugen. Die richtigen Gestaltungsmerkmale erleichtern einem die Kundengewinnung natürlich um einiges. 

Beim letzten mal ging es um die Wirkung von Farben. In diesem Beitrag gibt es die Top 10 Tipps bezüglich Gestaltungsmerkmale bzw. Inhalte. Welche Arten vor Inhalten werden schneller und welche weniger schnell vom Unterbewusstsein erfasst? 

Gestaltungsmerkmale Top 10

 

TIPP 1:

Bilder werden vor dem Text wahrgenommen

 

TIPP 2:

Große vor kleinen Bildern

 

TIPP 3:

Bunte vor s/w Bildern

 

TIPP 4:

Warme Farben vor kalten Farben

 

TIPP 5:

Menschen vor Dingen

 

TIPP 6:

Portraitaufnahmen vor Ganzkörperaufnahmen

 

TIPP 7:

Augen vor Portrait

 

TIPP 8:

Sekrechte Flächen vor Waagrechten Flächen

 

TIPP 9:

Diagonalen vor Senkrechten Flächen

 

TIPP 10:

Runde Flächen vor eckigen Flächen

Corporate Design: Wahrnehmungspsychologie I

Corporate Design: Wahrnehmungspsychologie I

Corporate Design: Wahrnehmungspsychologie I

​Im letzten Blog-Beitrag ging es um Farben und wo sind Farben besonders wichtig? Genau, in der Wahrnehmungspsychologie. Im ersten Part zur Wahrnehmungspsychologie wollen wir uns die Farben vornehmen.

Wenn wir hier von Symbolik und Zustand schreiben bezieht sich das auf westliche Länder. In Asien sieht das ganze dann schon wieder ganz anders aus.

 

ZUSTAND
  • GELB: leicht, weich, sauer, warm …
  • ROT: helles rot weich, je dunkler desto schwerer, eher rau, würzig, scharf, warm, heiß …
  • ROSA: leicht, zwart, weich, süß …
  • GRÜN: leicht-schwer, weich-scharf, bitter, frisch, kühl
  • BLAU: leicht–schwer, weich–hart, neutral, kühl
SYMBOLIK

Erotik, Achtung, Kraft, Macht, Herrschaft, Schwere, Liebe, Lust, Temperament, Gefahr, Stärke, Feuer, Hitze, Schärfe, Wolllust, Laut, Herzschlag …

Vernunft, Unendlichkeit, Seriös, Luxus, Meer, Friede, Treue, Sauberkeit, Verstand, Ruhe, Nüchternheit, Nässe, Kälte, Männlichkeit, Technik, Passivität, Freiheit, Sportlichkeit, Ferne, Leistung … wird in der Malerei für Perspektiven eingesetzt -> Farbe der Ferne …

Hoffnung, Erneuerung, Sicherheit, Leben, Harmonie, Großzügigkeit, Neid, Gleichgültigkeit, Stagnation, Müdigkeit, Erholung, Ruhe, giftig, Lebendigkeit, Toleranz, Zuversicht, Hilfsbereitschaft, Ausdauer, bitter, Jugend … in grünen Räumen vergeht die Zeit schneller …

Optimismus, Jugendlichkeit, Selbstvertrauen, aufdringlich, Leichtlebigkeit, unseriös, billig, Gesundheit, Aufgeschlossenheit, Kontaktfreude, Lebensfreude, Modernität, extrovertiert, Energie, Protestanten, Sicherheit …

Sonne, Licht, Verstand, Weisheit, Vernunft, Logik, Wissen, Täuschung, Egoismus, Geiz, Neid, Rachelist, Pessimismus …

Ordnung, Dankbarkeit, Blüten, Idealismus, Engagement, Mitgefühl, Arroganz, Dominanz, Snobismus …

Mystik, Kunst, Magie, Frömmigkeit, Inspiration, Buße, Opferbereitschaft, Gewalt, Eitelkeit, außergewöhnlich, unkonventionell, verderblich, verrucht, Sünden der Sexualität, exklusiv … Purpur wird Violett zugeordnet …

Erde, Faul, Dumm, arm, unsympathisch, unerotisch, leichtes Mädchen, Genuss (Kaffee, Schokolade …) …

Unschuld, Reinheit, Klarheit, Unnahbarkeit, Empfindsamkeit, Erhabenheit, kühle Reserviertheit, ergeben …

Neutralität, Vorsicht, Zurückhaltung, Kompromissbereitschaft, Langeweile, Eintönigkeit, Unsicherheit, Lebensangst, introvertiert, Unfreundlichkeit, Charakterlosigkeit …

Dunkelheit, Lichtlosigkeit, Trauer, Unergründlichkeit, Unabänderlichkeit, Furchterregend, Geheimnis, Würde, Ansehen, Arroganz, feierlicher Charakter …

Beim nächsten Part zum Thema Wahrnehmungspsychologie geht es um die einzelnen Elemente in der Gestaltung und welche Elemente das Gehirn schneller erfasst als andere.

Corporate Design: Farbenlehre I

Corporate Design: Farbenlehre I

Corporate Design: Farbenlehre I

Die Farbenlehre ist vor allem bei der Erstellung einer Corporate Identity besonders wichtig. Nur weil man eine Farbe mag/nicht mag, heißt es noch lange nicht, dass es die Brand-Farbe werden muss. Auch hier ist ein guter Mittelweg unumgänglich. Der Weg zwischen dem Brand-Inhaber und der Zielgruppe. Aber beginnen wir erstmal mit der Theorie um all den bunten und unbunten Farben.

FARBWAHRNEHMUNG DES AUGES

Da sind wir ja schon im Biologieunterricht. Wie wir alle wissen haben wir Stäbchen und Zäpfchen im Auge und in Kombination sehen wir dann Farben und Kontraste.

  • Zapfen: Farbwahrnehmung blau-rot-grün 
  • Stäbchen: Hell-/Dunkel-Kontrast

Da sehen wir dann auch schon die Übeltäter bei Farbenblinden Menschen.

FARBDEFINITIONEN
Spektralfarben

Ist die Zerlegung von weißen Licht durch ein Prisma oder ein Streugitter (Newton!). Das Lichtband bezeichnet man als Spektrum. Das Spektrum beginnt mit Rot und endet mit Violett. Magenta fehlt hier, denn beim Auftreffen des Lichts auf einen magentafarbigen Gegenstand wird Violett und Rot reflektiert. Diese Farbreflektionen nehmen wir dann als Magenta wahr.

 

Mischfarben

Sind alle Farbtöne die durch Mischung von Strahlen (Bildschirm) od. beleuchtete reflektierende Flächen (Druckprodukte) entstehen.

 

Bunte & Unbunte Farben

Bunt ist klar und unbunt eigentlich eh auch, oder? Sind Schwarz, Weiß und eben die ganze Grauskala.

 

Kalte & Warme Farben

Hier geht es um das Temperaturempfinden. So erscheinen warme Farben (Gelb, Orange, Rot) näher und kalte Farben (Blau, Grün) ferner. Ein Landschaftsfoto wirkt zum Beispiel räumlicher, wenn im Hintergrund ein kalter blauer Himmel ist.

 

 
Komplementärfarben

Sowohl bei additiver, als auch subtraktiver Farbmischung (hierzu kommen wir gleich), liegen die Farben im Farbkreis gegenüber. Die Farbe + Ursprungsfarbe ergeben einen neutralen Grauton.

 

Primärfarben

Sind die Ausgangsfarben, bei additiver Farbmischung Rot, Grün, Blau (RGB), bei subtraktiver Mischung dann Cyan, Yellow, Magenta (CMY)

 

Sekundärfarben

Ist die Mischung aus zwei benachbarter Primärfarben wie zB Orange. Orange ist die Mischung aus Gelb und Rot

 

Teritärfarben

Gemisch von Komponenten aller Primärfarben.

 

Und um das ganze etwas zu veranschaulichen, gibts hier mal einen Farbkreis mit dem Wichtigsten zusammengefasst.

FARBKREIS
PRINT & SCREEN FARBEN

Als Laie, muss man natürlich all das nicht wissen. Was jedoch ganz good to know ist, ist der Unterschied zwischen gedruckten Farben und der Farben am Bildschirm, denn hier kann man schnell mal ziemlich schlechte Ergebnisse bekommen, wenn man keinen Kenner und Könner zu Rate zieht.

RGB FARBEN

Die RGB Farben (Rot, Grün, Blau) sind additive Farben. Hier wird Licht vermischt, je mehr Licht umso heller wird die Farbmischung. Sprich wenn ihr am Rechner bei allen Werten 255 eingebt, habt ihr weiß. Bei drei mal 0 bekommt ihr Schwarz als Farbe. Diese Farbmischung wird bei Bildschirmen und Projektoren genutzt, also für den Screen Gebrauch eingesetzt. 

CMYK FARBEN

Die CMYK Farben (Cyan, Magenta, Yellow, Key = Schwarz) sind subtraktive Farben. Die Bezeichnung subtraktiv bezieht sich vereinfacht gesagt darauf, dass Licht vom Papier weggenommen und dadurch Weiß immer weniger wird. Dieses System kennen wir alle vom malen. Je mehr Farbe man übereinander malt umso dunkler wird die Farbe und umso weniger Weiß ist vorhanden. Aus dem „analogen“ Bereich kennen wir hier die Farben Rot, Gelb und Blau mit der jede beliebige Farbe angemischt werden kann. Mit dem Farbdrucker sind daraus Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz geworden, da dadurch eine größere Bandbreite an Farben mischbar ist.

Kurz und Gut … RGB = Screen, CMYK = Druck und wenn ihr das beherzigt habt ihr immer die Farben die gut aussehen, egal ob im Web oder auf euren Drucksorten.

 

Und jetzt wo wir die Basis zum Thema Farbenlehre haben, wollen wir euch im nächsten Blog Beitrag verraten warum es so wichtig ist sich so ein bisschen damit auszukennen. Nur kurz: Wahrnehmungspsychologie, Branding & Marketing 🙂

Corporate Design: Logodesign II

Corporate Design: Logodesign II

Corporate Design: Logodesign II

Vom Prozess des Logodesigns kommen wir jetzt zur Gestaltung. Was muss beachtet werden und warum es dafür jemanden benötigt, der sich auskennt 😉

Welche Arten von Logos gibt es?

Es gibt drei Arten von Logos. Eine Wortmarke, eine Bildmarke und eine Wort-Bild-Marke, sprich eine Kombination aus den beiden.

WORTMARKE

Das Logo besteht aus dem Firmen-/Produkt-/Bandschriftzug in typografischer Darstellung. Sprich das Logo ist ein geschriebenes Wort.

BILDMARKE

Das Logo ist ein grafisches Element ohne einen Schriftzug.

WORT-BILD-MARKE

Ist die Kombination aus einer Wort und einer Bildmarke, wobei diese Kombination dauerhaft sein muss und nur gemeinsam auftreten darf.

Welche Zusätze gibt es bei Logos?

Oft werden Logos noch um Claims erweitert. Claims sind tief mit den Werten des Unternehmens verbunden und beschreiben diese Quasi mit einer knackigen Wortfolge. Sie sind langfristig im Einsatz, wohingegen Slogans oft nur pro Werbekampagne im Einsatz sind und sich eher auf einzelne Produkte, und nicht auf das komplette Unternehmen beziehen.

Wir alle kennen den Satz „I’m lovin it“, klarer Fall von einem Claim.

Was ist wichtig beim Logodesign?

Hier gibt es einige Faktoren die beachtet werden müssen. Nur „schön“ aussehen ist nicht immer hilfreich, um im Gedächtnis beim potentiellen Kunden zu bleiben.

Dein Logo muss eine klare Aussage haben!

Es soll einfach gestaltet sein, jedoch nicht ohne Aussage. Der wichtigste Aspekt ist hierbei, dass das Logo nicht missverstanden wird. Ein zweiter Blick um es zu verstehen ist schon zu viel. Es müssen Farben und Formen gewählt werden die zu deiner Aussage passen. Und, recherchiere wie die Logos deiner Konkurrenz aussehen. Ein Logo muss einzigartig sein und darf nicht in Verbindung mit einer anderen Marke gebracht werden.  Der Wiedererkennungswert ist das wichtigste beim Logodesign!

Minimalistisch und zeitloses Logodesign

Weniger Details im Logo sind Gold wert. Die Funktionalität ist hiermit gegeben und es bleibt besser in Erinnerung. Minimalismus ist außerdem zeitlos. Trends sind ja schön und gut, aber ein Markenlogo hat man im besten Fall länger, als sich ein Trend hält, daher immer schön zeitlos denken! Dies gilt natürlich auch für die Wahl der Schrift! Ein ReDesign im laufe der Jahre ist nichts außergewöhnliches, jedoch sollte das ReDegin so minimal sein, dass der Wiedererkennungswert noch gegeben ist. 

Zum minimalistischen Stil gehört auch überflüssige Informationen weg zu lassen. Ob der Feinkostladen zB eine GMBH ist oder ein E.U. ist dem Betrachter des Logos herzlich egal und somit überflüssig. 

Gestaltungsrichtlinien beim Logodesign

Jeder Mensch hat beim betrachten von Formen und Farben Assoziationen, daher sollte man diese sehr sorgfältig wählen um keine falschen hervorzurufen. Klare Formen die schnell zu erfassen sind. 

Zu viel des Guten
Weniger ist mehr

Mit Formen und Typografie müssen Kontraste geschaffen werden um Spannung zu erzeugen. Kontraste sind nicht nur mittels Farbe zu schaffen, sondern betreffen auch die Linienstärken und die Kombination von Schriftschnitten. Das Logo muss einen optimalen Grauwert haben, sprich die Typo muss manuell angepasst werden. Das heißt, dass einzelnen Buchstaben oder Elemente eines Logos manuell justiert werden müssen, um eine Gleichmäßigkeit bzw. Flächigkeit zu erzeugen.

Zu viele Farben unterstreichen die Einfachheit eines Logos natürlich auch nicht. Außerdem muss bedacht werden, dass das Logo auch in Schwarz/Weiß funktionieren muss. Daher lieber weniger Farben, mehr als 3 würde ich auf keinen Fall empfehlen. Und auch hier gilt. KEINE Trendfarben. In der Wahrnehmungspsychologie ist ziemlich klar festgelegt welche Farbe, welche Assoziationen hervor ruft. Natürlich muss auch hier bedacht werden für welche Region der Welt man designt. So haben Farben je nach Region auch unterschiedliche Bedeutungen … so assoziiert man im Asiatischen Raum den Tot mit der Farbe Weiß, bei uns hier mit der Farbe Schwarz.

Genau wie bei Farben heißt es auch bei der Typografie, weniger ist mehr. Man muss nicht 3 unterschiedliche Schriften mit 4 Schriftschnitten unterbringen. Mehr als zwei Schriften oder zwei Schriftschnitte sollte ein Logo daher nicht aufweisen. Die Schrift muss eine sehr gute Lesbarkeit aufweisen. Auch hier gilt wieder, dass Minimalismus nicht so falsch ist 😉 Auch die Spationierung der Buchstaben ist hier wichtig, manuell justieren ist bei jeder Schrift im Logodesign sehr ratsam. 

Das Logo muss außerdem auf allen Medien einsetzbar sein! Wenn das Format des Logos sehr hoch ist, muss es auch eine Variante im Querformat geben. Das Logo zB mit Claim und ohne Claim. Es muss in Farbe aber auch in Schwarz/Weiß funktionieren. Diese Aspekte müssen natürlich gleich zum Beginn des Designprozesses mitbedacht werden. Und natürlich kann man es nicht oft genug sagen. Ein Logo muss Vektor basiert sein, aber das hatten wir ja schon im letzten Beitrag.

Um es kurz und bündig zu machen … beim Logodesign ist weniger definitiv mehr!

Corporate Design: Logodesign I

Corporate Design: Logodesign I

Corporate Design: Logodesign I

Das Logo Design is der wichtigste Part beim Corporate Design. Das Logo ist das Aushängeschild deiner Marke und muss gut durchdacht sein um zu funktionieren.

DER PROZESS: Was kostet ein Logo?

Der Prozess bestimmt den Preis, oder auch warum durchdachte Logos nicht Low-Budget sein können.

Oft hört man als Kreativagentur oder Grafiker die Frage, warum denn ein Logo so viel kostet. „So viel“ ist relativ, aber ein Logo ist auch nicht mit einem Namen, einer Skizze und der Reinzeichnung abgehandelt. Will man ein individuelles und aussagekräftiges Logo haben, welches sich von der Konkurrenz abhebt und seine Zielgruppe anspricht, muss man etliche Stationen durchlaufen.

Das Briefing: Warum ist ein individuelles Logo wichtig?

Zu aller erst benötigt man als Kreativer eine genaue Leistungsbeschreibung des Unternehmens. Was wird angeboten, was soll verkauft werden und vor allem wer ist die Zielgruppe!!! Hier gleich mal vorweg. Die Zielgruppe ist nicht „alle zwischen 3 und 99 Jahren“, nichtmal bei Klopapier, soviel ist sicher. Aber dazu bedarf es auf jeden Fall einen eigenen Blog Beitrag.

Der Kreative Umsetzer muss das Unternehmen, das Produkt, die Band usw., als auch deren Zielgruppe, verstehen um die Marke und deren Logo individuell und mit Wiederkernnungswert zu designen. Erst dann gehts zum nächsten Step.

 

Die Recherche: Warum muss ich mich mit meinem Logo von der Konkurrenz abheben?

Wie sieht die Konkurrenz eigentlich aus? In der unmittelbaren Umgebung, im eigenen Land, über die Grenzen hinaus? Nachdem wir zu einem großen Teil mit unserem Business im WWW leben, sollten wir uns auch international abheben. Logo-Plagiate können teuer werden, wenn man sich mit den Falschen anlegt. 

Wenn noch nicht passiert, kommt hier auch die Zielgruppenrecherche zum tragen. Und man geht in die Tiefe. Farben, Formen, Schriften. Jede Zielgruppe wird von unterschiedlichen Farben abgeholt. Jede Farbe drückt etwas anderes aus. Schonmal gefragt warum der Gesundheitssektor oft in Blautönen und der Bio Sektor in Grüntönen agiert? Was sagt Orange über meine Marke aus? Auch hierzu gibt es in Zukunft bestimmt den ein oder anderen Beitrag 😉 

Erstentwürfe: Wer designt mein Logo?

Im Studium hat man als Grafiker gelernt, dass mind. 10–15 unterschiedliche Ansätze + Abwandlungen dabei raus kommen sollen. Da kommt man auch echt oft hin, um alle Möglichkeiten anzudenken und genügend Material zum aussortieren zu haben. Und dann gehts ans reduzieren der unterschiedlichen Entwürfe, aber auch die Reduktion der Elemente der ausgewählten Entwürfe. 

 

Ausarbeitung: In welchem Programm erstellt man ein Logo?

Dann geht es an die Ausarbeitung im Grafikprogramm. Und NEIN, ein Logo wird nicht im Photoshop erstellt. Ein Logo muss immer in einem Vektor basierten Programm, wie zB Adobe Illustrator erstellt werden. Das sind dann die Dateien mit AI oder EPS als Dateiendung. Jeder Grafiker steht kurz vor einem Herzinfarkt, wenn er von seinem Kunden eine Logodatei als JPG bekommt, mit dem Vermerk „anders haben wir es nicht“, aber wir würden es gerne in 2 x 2 Meter auf eine Messewand drucken. Wenn ihr ein Logo beauftragt immer eine Vektordatei einfordern, mit Pixeldateien wie JPGs kommt man auf Dauer nicht weit und ist außerdem höchst unprofessionell.

 

Reinzeichnung: Macht mir das auch ein Online Logo Creator?

Das Logo in unterschiedlichsten Formaten für Print und Screen einfordern. Ein Logo muss für ALLE Drucksorten und Webmaßnahmen funktionieren. Unterschiedliche Anordnungen (Hoch, Quer), in Farbe, Schwarz/weiß, sowohl Negativ als auch Positiv. Bei seriösen Agenturen und Grafikern sind diese Variationen in den Kosten enthalten und die Daten werden in allen Variationen reingezeichnet raus gegeben. Wenn dies nicht der Fall ist, solltet ihr euch schonmal Gedanken machen, ob ihr euer Geld auch wirklich gut investiert habt.

Wenn ihr ein Logo um 20 oder 100 Euro angeboten bekommt, hinterfragt die Ernsthaftigkeit. Hierbei werden beim Prozess definitiv Schritte ausgelassen. Zum Beispiel der Punkt der Recherche. Stellt euch vor ihr kommt nach einem Jahr drauf, dass euer unmittelbarer Konkurrent beinahe das gleiche Logo hat, dann vielleicht sogar noch in der gleichen Farbe. Dann sind auch 100 EUR ordentlich viel Geld + das Geld, dass ihr für ein neues Logo noch oben drauf bezahlen müsst.

Oder es wurde ev. eine kostenpflichtige Stockgrafik „durchgepaust“ und eine Klage trudelt ein. Es gibt mittlerweile Firmen, die sich genau auf das Aufspüren von solcher Plagiaten spezialisiert haben. 

Und um etwas konkreter zu werden … ein Logo benötigt vom Briefing bis zur Reinzeichnung im Schnitt 20 Arbeitsstunden. Mal mehr, mal weniger.

Im nächsten Blogbeitrag geht es dann ans Kreative beim Logo Design … welche Art von Logos gibt es? Farben, Formen, Typografie …

CORPORATE IDENTITY – Kurz und knapp erklärt

CORPORATE IDENTITY – Kurz und knapp erklärt

CORPORATE IDENTITY – Kurz und knapp erklärt

Ihr seid Neugründer, eine Band oder einfach nur an Werbung- und Marketing interessiert und werdet mit Fachausdrücken bombardiert? Corporate Identity, hat man ja schonmal gehört. Am ehesten noch in Form von „CI“. Aber was genau hats damit auf sich? Was gehört alles dazu? 

Eine CI ist eine strategisch durchdachte Erschaffung einer Marke. Kurz und verständlich gesagt ist es, die Erschaffung des Selbstbildes eines Unternehmens mit allem was dazu gehört. Das ganze darf man allerdings nicht mit dem Corporate Image verwechseln, denn das bezeichnet die Fremdwahrnehmung einer Marke. Um etwas in Bildern zu sprechen, ist die CI der rote Faden einer Brand. Je nachdem wie gut die CI konzipiert ist, überschneidet sich die Corporate Identity mit dem Corporate Image zu einem großen Teil. Natürlich sollte man immer den Anspruch haben, dass die Corporate Identity und das Corporate Image ident sind … aber mit der Wahrnehmung der Menschen ist das immer so eine Sache, das ist das schöne am Individuum Mensch. Deswegen schonmal vorweg … eine Brand kann nie die Zielgruppe „ALLE“ haben 😉 

Bestandteile der Corporate Identity

Die Corporate Identity setzt sich aus 4 Bestandteilen zusammen und wird auch als Identity-Mix bezeichnet. Diese Komponenten müssen untereinander ein stimmiges Konzept vorweisen. Der „rote Faden“ eben.

Corporate Design

Für die meisten der bekannteste Part bei der CI und natürlich auch unser aller Liebling. Das Corporate Design, oder auch CD genannt, betrifft das komplette visuelle Erscheinungsbild einer Brand. Hier ist der Platz für Logos, Typografie, Farben, Formen, Bildwelten, die Gestaltung aller Drucksorten und Onlinemaßnahmen, aber auch das Sounddesign. Irrtümlich eigentlich „visuelles Erscheinungsbild“, denn das Sounddesign fällt hier ebenfalls mit rein. Aber ihr seht schon … alles was mit Sinnen erfasst werden kann (auch zB Geruch, die Haptik von Papier …), wird hier bedient. Mit dem CD macht man eine Brand quasi erleb- und begreifbar.

Corporate Communication

Hier geht es, wie nicht anders zu erwarten, um die Kommunikation und die Verbreitung der Unternehmenswerte. Nach außen hin betrifft es die Öffentlichkeitsarbeit (PR) im Umgang mit Medien und klassischer Werbung, aber natürlich auch die komplette Social Media Kommunikation. 

Die Interne Kommunikation darf hier nicht vergessen werden und muss ein genauso einheitliches Erscheinungsbild vermitteln, wie die externe Kommunikation.

Corporate Behaviour

Diesen Bereich kann man in 3 Verhaltensbereiche aufteilen. Der erste Bereich wäre das instrumentale Verhalten einer Brand wie die Preis- oder Führungspolitik. Dann umfasst es das medienbezogene Verhalten, wie den Stil der Öffentlichkeitsarbeit und der Werbung. Aber auch die eingesetzten Werbemittel und die Kontakte zu den Medien. Der dritte Punkt ist das personenbezogene Verhalten und betrifft die Mitarbeiter im Umgang untereinander, aber auch im Umgang mit Kunden oder Lieferanten.

Corporate Culture

Die Brandkultur beschreibt alles rund um Werte und Normen eines Unternehmens. Sie ist ausschlaggebend für alle anderen Bestandteile einer CI und umfasst auch das Employer Branding. Die Mitarbeiter sollen sich mit der Unternehmenskultur identifizieren und geben somit das Vertrauen, welches sie in das Unternehmen haben, an die Konsumenten weiter.

Ich hoffe es war kurz und knackig. Sollten wir bei einem Gespräch mit euch mal in die Werbe- und Marketingwelt abdriften, wisst ihr jetzt bescheid.